Zink

Zink für die Augen – ein wichtiges Spurenelement für unseren Organismus

Die positive Wirkung von Zink in unserem Körper ist allgemein bekannt. Häufig wird das Mineralmittel als Mittel gegen Erkältungen bzw. zur Stärkung des Immunsystems angewandt. Es ist also vor allem als Mittel zur Stärkung der Abwehrkräfte bekannt.

Nur wenige wissen, welche wohltuende Wirkung Zink u.a. auch für die Augen bzw. die Gesundheit unserer Augen hat. Das chemische Element wird vom Körper zur Steuerung von über 200 Enzymen benötigt. Zink ist zudem ein lebenswichtiges Spurenelement, das für den Stoffwechsel der Zellen benötigt wird. Das Mineral befindet sich hauptsächlich in den Muskel-, Haut- und Knochenzellen. Darüber hinaus speichert der Körper eine große Menge an Zink in den Augen.

Tagesbedarf an Zink für gesunde Augen

Unser Körper kann Zink nicht selbst herstellen, daher muss es von außen zugeführt werden. Um Krankheiten vorzubeugen, sollte daher stets auf eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Zink geachtet werden. Insgesamt verfügt der menschliche Organismus über ein bis zwei Gramm Zink.

Der Bedarf bei Säuglingen hängt vom Alter ab und beträgt zwischen 3 und 5 mg. Bei Kindern und Jugendlichen variiert der Bedarf zwischen 8 mg bei den Kleinsten (1 Jahr) und 12 mg bzw. 15 mg bei den 13-19 Jährigen, d.h. also genauso viel wie bei den Erwachsenen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation liegt die empfohlene Tagesmenge für Männer bei etwa 15 g, bei Frauen bei 12 g. Sie empfiehlt für Kinder vor Eintritt der Pubertät 10 mg und für Säuglinge 5 mg / Tag. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung setzt die Bedarfsmenge noch etwas weiter runter auf 10 mg für Männer und 7 mg für Frauen.

Auswirkungen von Zink auf das Auge

Die wohl höchste Konzentration des Spurenelements befindet sich im menschlichen Auge, genauer gesagt in der Netzhaut. So verfügen nachtaktive Tiere, wie zum Beispiel Eulen über 100-mal mehr Zink in ihrem Körper als andere Tiere, die tagsüber auf die Jagd gehen.

Zink stärkt die Sehkraft bei Tag und Nacht. Darüber hinaus unterstützt das Spurenelement den Stoffwechsel von Vitamin A. So benötigt das menschliche Auge Zink, um das Vitamin überhaupt aufnehmen zu können. Erst dann ist ausreichend dafür gesorgt, dass die Augen auch in der Dämmerung oder bei Nacht gut funktionieren.

Vitamin A ist ein Retinal, das für den Sehprozess benötigt wird. Es kann jedoch nur durch ein Retinal-bindendes Protein für den Sehprozess aus der Leber in das Zielorgan, d.h. das Auge, vermittelt werden. Hinzu kommt, dass auch für die Umwandlung von Vitamin A in Aldehyd Retinal, das beim Sehprozesss benötigt wird, muss zunächst eine Alkoholdehydrogenase stattfinden, für die ebenfalls Zink benötigt wird. Liegt ein Mangel an Zink vor, so kann dies zu einem Mangel an Sehpurpur im Auge führen und eine Adaptationsstörung des Auges an die Dunkelheit auslösen.

Die positive Wirkung von Zink für das Auge wurde auch bei Patienten getestet, die an der Augenkrankheit Makuladegeneration leiden. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Macula Lutea, der Netzhaut. Der äußere Gesichtsfeldrand bleibt erhalten, der Mittelpunkt jedoch, d.h. der schärfste Punkt des Sehens, der sogenannte Fovea centralis wird zerstört.

Obwohl die Augenkrankheit nicht heilbar ist, wurde bei den Patienten im Test festgestellt, dass die Patienten, die 2 mal 40 mg Zink / Tag eingenommen hatten, der Sehverlust langsamer fortschritt als bei denen, die kein Zink eingenommen hatten. Es ist also eine Möglichkeit, das Fortschreiten der Krankheit durch die Einnahme von Zink zu verzögern.

Mangelerscheinungen von Zink

Da bereits in den oberen Abschnitten gezeigt wurde, wie wichtig das Spurenelement Zink für unseren Körper ist, versteht sich von selbst dass ein Mangel an diesem Nährstoff zu negativen Folgen für unseren Organismus bzw. unsere Gesundheit führt. So kann ein Mangel zu Veränderungen des Hormonhaushalts oder der Enzymaktivität nach sich ziehen.

Appetitlosigkeit oder Verschlechterung der Wundheilung bei Verletzungen sowie eine höhere Infektionsgefahr sind nur einige Beispiel, die ein Zinkmangel in unserem Körper auslösen kann. Da auch unser Auge durch die Lichteinwirkung und beim normalen Sehprozess oxydativem Stress ausgesetzt ist und dadurch freie Radikale gebildet werden, führt ein Zinkmangel dazu, dass diese Radikale nicht ausreichend vom Körper abgebaut werden.

Dies führt zu Krankheiten, eventuell auch zur Schädigung der Sinnesorgane, in Form von Augentrockenheit, Sehstörungen oder plötzliche Nachtblindheit. Viele Menschen leiden darunter, dass ihre Sehleistung bei Dämmerung oder nachts nachlässt, da dies zu schwerwiegenden Folgen, zum Beispiel im Straßenverkehr führen kann. Die Ursache ist häufige eine unzureichende Dunkeladaptation des Auges, die auch auf einem Zinkmangel zurückgeführt werden kann.

Nahrungsmittel mit Zink

Da Zink über die Nahrung aufgenommen wird, kann es bei unausgewogener Ernährungsweise, zum Zinkmangel kommen. Zink ist in vielen tierischen Nahrungsmitteln enthalten, so auch in Meerestieren. Hierbei stellen vor allem Austern wertvolle Zinklieferanten dar.

Auch Garnelen oder andere Fische, wie zum Beispiel

  • Karpfen,
  • Forelle,
  • Flunder,
  • Wels,
  • Aal,
  • Sardinen,
  • Lachs,
  • Hering,
  • Makrele und
  • Thunfisch

tragen zur ausreichenden Versorgung mit Zink bei. Doch auch Muskelfleisch und Innereien anderer Tierarten sind hervorragende Zinkquellen. In verschiedenen Käsesorten ist ebenfalls Zink enthalten. Darüber hinaus ist in pflanzlichen Produkten, wie Vollwertgetreide oder Hülsenfrüchte ebenfalls Zink enthalten, jedoch in geringeren Mengen. Ohne die Aufnahme tierischer Nahrung, ist somit der tägliche Bedarf an Zink kaum zu stillen.

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