Lutein

Lutein – doppelter Schutz für die Augen – wichtig für jedes Augenvitamin

Neben β-Carotin ist Lutein das meistverbreitete Carotinoid. Es bietet doppelten Schutz für die Augen, denn es kann der altersbedingten Maculadegeneration vorbeugen, indem es die schädlichen UV-Strahlen der Sonne filtert und freie Radikale bindet. Damit ist es ein wirksamer sekundärer Pflanzenstoff, der die Zellen vor Zerstörung schützt.

Was sind Carotinoide?

Lutein und Zeaxanthin sind zwei dieser etwa 600 natürlich vorkommenden Substanzen. Die Wichtigste von ihnen ist das β-Carotin, das sich in zwei Vitamine spalten lässt und daher Provitamin A genannt wird. Vitamin A ist für den Sehprozess unverzichtbar, denn es wandelt das Lichtsignal in einen Sehreiz um. Lutein schützt die Retina vor oxidativen Stress, weil es freie Radikale bindet. Da es nicht vom Körper selber hergestellt werden kann, muss man es durch die Nahrung aufnehmen.

Wie funktioniert der Zellschutz mit Lutein?

Das schädliche UV-Licht begünstigt die Bildung von chemischen Substanzen im Auge, welche die Netzhaut schädigen. Gegen diese freien Radikale hat das Auge aber einen Selbstschutz, den es mithilfe der Carotinoide Lutein und Zeaxanthin aktiviert. Dieser Zellschutz funktioniert im Prinzip wie eine im Inneren des Auges vorhandene Sonnenbrille, die verhindert, dass schädliche UV-Strahlen direkt auf die Netzhaut auftreffen.

Durch Hormonveränderungen im Alter lässt dieser natürliche Schutz nach. Ebenso sinkt die Fähigkeit des Organismus, freie Radikale unschädlich zu machen. Im Alter befinden sich zunehmend weniger dieser Nährstoffe im Körper als früher und sie sind auch weniger aktiv. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass die Sehkraft des Auges nachlässt. Sorgt man für die optimale Nährstoffversorgung der Augen, kann man diesen Prozess vorbeugen.

Wo kommt Lutein vor?

Das gelb-orange Lutein ist ein in der EU unter der Bezeichnung E 161b zugelassener, verbreiteter Lebensmittelfarbstoff. In der Natur ist es ebenfalls reichlich vorhanden und kommt immer in Verbindung mit Zeaxanthin vor. Lutein wird außerdem als Futtermittelzusatz in Geflügelfutter verwendet. Hier sorgt es für die intensive Gelbfärbung des Eidotters. Gemüse, die viel Lutein enthalten, sind alle dunkelgrünen Sorten wie

  • Grünkohl,
  • Petersilie,
  • Brokkoli,
  • Blattsalate,
  • roher Spinat,
  • Karotten,
  • grüne Bohnen,
  • Rosenkohl und
  • Mais.

Die Wirkung von Lutein

Lutein spielt eine wichtige Rolle für die menschliche Sehkraft. Daher ist es auch in der Arzneimittelindustrie bedeutsam, denn man setzt es zur Behandlung der Makuladegeneration (AMD) ein. Noch im hohen Alter kann die Gabe von Lutein der AMD vorbeugen oder sie abschwächen. Es gibt unterschiedliche Studien, die einen Zusammenhang zwischen stärkerem Gemüseverzehr und einem reduzierten Auftreten der Makuladegeneration bestätigen.

Eine 2010 durchgeführte Studie der Universität Wisconsin-Madison kam zu dem Ergebnis, dass Lutein und Vitamin C bei Frauen zudem das Risiko, an grauem Star zu erkranken, senkt. Lutein unterstützt die normale Augenfunktion und schützt die Netzhaut vor starker Sonneneinstrahlung. Außerdem bindet es als wirksame Antioxidans die freien Radikale.

Was passiert bei Luteinmangel?

Ein dauerhafter Mangel an Lutein kann zu einer Abschwächung der Sehkraft und auch zu Makuladegeneration führen. Die Krankheit verursacht keine Schmerzen stellt sich schleichend ein. Daher ist es sehr wichtig, auch kleinste Veränderungen am Auge ärztlich untersuchen zu lassen.

Die Sehverminderung erfolgt langsam, wobei zunächst nur ein Auge betroffen ist und das gesunde Auge die fehlende Leistung des anderen auszugleichen versucht. Dadurch fällt es oft zu spät auf, dass die Sehfähigkeit nachgelassen hat. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man sie aufhalten kann.

Das Risiko einer Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Vermutet wird ein Zusammenhang der Sehminderung und vermehrte Ablagerung von Stoffwechselprodukten auf der Schicht unterhalb der Makula. Frauen erkranken häufiger als Männer, auch die erbliche Veranlagung spielt eine Rolle. Arteriosklerose, UV-Licht, Rauchen und Vitaminmangel können die Entstehung von AMD begünstigen.

Wie viel Lutein sollte man zu sich nehmen?

Täglich sollte man etwa 10-20 mg Lutein zu sich nehmen. Von allen Carotinoiden wird Lutein vom Körper am schnellsten aufgenommen. Am besten geschieht die Zufuhr über rohes oder leicht gedünstetes Gemüse und Blattsalate. Personen mit bereits vorgeschädigten Augen, Personen mit heller Iris, ältere Menschen und Menschen, die permanent unter hoher Belastung stehen, haben einen erhöhten Luteinbedarf. Alkohol, übermäßig viele Bakterien im Dünndarm, Rauchen und Diabetes können ebenfalls zu einem erhöhten Bedarf an Lutein führen.

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